Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

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Wien, 31. Juli 2001

 

Stellte das Massaker von Aussig die Weichen für Potsdam?

 

Heute jährt sich das Massaker vom 31. Juli 1945 in der nordböhmischen Stadt Aussig an der Elbe. Unmittelbar nach einer Explosion in einem Munitionsdepot kurz nach 15.30 Uhr begannen Gewaltexzesse gegen die deutsche Bevölkerung der Stadt. Der Gewaltausbruch war bestens vorbereitet und stand im Zusammenhang mit der Potsdamer Konferenz der alliierten Siegermächte, die kurz vor dem Abschluss stand: Die tschechoslowakische Regierung schob die Schuld an dem so offensichtlich von ihr selbst organisierten Gemetzel den Sudetendeutschen zu und verlangte deswegen von Alliierten die Zustimmung zu einer schnelleren Vertreibung.

Das Wissen um die Hintergründe, den Verlauf und die Folgen dieses Massakers hat in den vergangenen Jahren - auch durch die Arbeiten tschechischer Autoren - deutlich zugenommen. So wurde das Massaker vermutlich von demselben Mann vorbereitet, der auch den Brünner Todesmarsch organisiert hat, Stabskapitän Bedrich Pokorny, einem vormaligen Gestapo-Spitzel. Die beiden größten an den begangenen Verbrechen wurden also anscheinend von derselben Person organisiert.

Den neuesten Forschungsstand gibt das Buch von Dr. Otfried Pustejovsky "Die Konferenz von Potsdam und das Massaker von Aussig am 31. Juli 1945" wieder. Es ist vor kurzem bei F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München herausgekommen (ISBN 3-7766-2196-6)

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) gedenkt heute in folgenden Landeshauptstädten mit Kränzen, die wir Flüssen unserer neuen Heimat anvertrauen, der ungesühnten Opfer.

Termine: 31.07.2001 Wien 15.15 Uhr, Schwedenbrücke

Linz 17.00 Uhr, Nibelungenbrücke -

Donauuferbereich (ehemals

DDSG-Gebäude

Salzburg 17.00 Uhr, Markatsteg (Salzach)

Klagenfurt 17.00 Uhr, Europapark

Graz 11.00 Uhr, vor Franziskanerkirche, (Haupt- brücke Mur)